Kurz gesagtDie Schafgarbe (Achillea millefolium) ist ein ausdauerndes Korbblütengewächs mit fein gefiederten Blättern und weißen bis zart rosafarbenen Blütendolden. Sie wächst in ganz Europa an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden, blüht von Juni bis Oktober und gehört zu den bekanntesten Wildkräutern des Kontinents.

Eine der bekanntesten Wildpflanzen Europas

Wer im Sommer an einem Feldweg entlanggeht, ist ihr mit ziemlicher Sicherheit schon begegnet: Die Schafgarbe gehört zu den häufigsten und robustesten Wildkräutern Mitteleuropas. Botanisch heißt sie Achillea millefolium und zählt zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) – derselben Familie wie Kamille, Ringelblume und Löwenzahn.

Der Artname millefolium heißt übersetzt „Tausendblatt“. Er beschreibt das auffälligste Merkmal der Pflanze: ihre extrem fein zerteilten, gefiederten Blätter, die aus der Nähe wie zarte Farnwedel aussehen. Im Deutschen tragen viele der volkstümlichen Namen dieselbe Beobachtung – etwa „Tausendblatt“ oder „Garbenkraut“.

Woran du die Schafgarbe erkennst

  • Wuchs: aufrecht, meist 20 bis 80 cm hoch, ausdauernd (mehrjährig), mit unterirdischen Ausläufern.
  • Blätter: zwei- bis dreifach gefiedert, weich, fein zerteilt, im unteren Bereich der Pflanze länger gestielt.
  • Blüten: viele kleine Blütenköpfchen, die zu einer flachen Schirmrispe zusammenstehen – weiß, gelegentlich zart rosa.
  • Blütezeit: je nach Standort und Höhenlage etwa von Juni bis Oktober.
  • Duft: die zerriebenen Blätter riechen würzig-aromatisch.

Die flache, schirmartige Blütenform ist das Merkmal, das die Schafgarbe für viele Menschen unverwechselbar macht – tatsächlich handelt es sich aber nicht um eine einzelne Blüte, sondern um Dutzende winziger Körbchen, die gemeinsam wie eine Fläche wirken.

Wo sie wächst

Die Schafgarbe ist in weiten Teilen Europas, Nordamerikas und Asiens verbreitet und wurde durch den Menschen in viele weitere Regionen der Welt getragen. Sie ist ausgesprochen anspruchslos und wächst auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern, Böschungen und Brachflächen – bevorzugt an sonnigen, eher trockenen Standorten.

Genau diese Robustheit macht sie zu einer verlässlichen Kulturpflanze: Für die Gewinnung von Extrakten wird Schafgarbe kontrolliert angebaut, unter anderem in Osteuropa, in Israel und im Mittelmeerraum. Mehr dazu liest du unter Anbau, Ernte & Herkunft.

Vorsicht bei der Verwechslung

Weiß blühende Doldengewächse gibt es viele – und einige davon sind giftig. Wer Wildpflanzen selbst sammelt, braucht sichere Artenkenntnis. Ein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal der Schafgarbe sind ihre fein gefiederten, weichen Blätter, die bei echten Doldenblütlern anders aussehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu geprüfter Ware aus kontrolliertem Anbau.

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Stand: Juli 2026

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